szenaris-Brief III/2014

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

auch im dritten szenaris Brief 2014 behandeln wir wieder brandaktuelle Themen aus den Bereichen E-Learning, Training und Simulation. In dieser Ausgabe berichten wir über die Möglichkeiten von interaktiven Bedienungsanleitungen, über ein Forschungsprojekt zum Thema Wissenstransfer im betrieblichen Kontext und stellen den Beruf des 2D Art Directors vor. Außerdem waren wir auf dem 1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr – 11. Fernausbildungskongress 2014 unterwegs.

Viel Spaß bei der Lektüre,

Ihr szenaris-Team

Für Sie entwickelt …

Interaktive Bedienungsanleitung für die Zugprüfung des Faltstraßengerätes

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Zusammen mit der Firma Accenture GmbH hat szenaris für das Prüfpersonal der Technischen Schule Landsysteme und Fachschule des Heeres für Technik in Aachen eine interaktive Bedienungsanleitung für die Zugprüfung beim Faltstraßengerät erstellt. Dahinter steht die Idee, den Prüfern, welche diese spezielle Form der Prüfung nur ein bis zweimal pro Jahr durchführen, das optimale Handwerkszeug in die Hand zu geben, damit die notwendigen technischen Arbeiten in gleichbleibender Qualität durchgeführt werden können.

Die notwendigen Inhalte wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal konzipiert. Zunächst werden die für die Prüfung erforderlichen Grundlagen vermittelt und die Funktionsweise des Sonderwerkzeugs erläutert. Anschließend erfolgt die Darstellung des Prüfungsaufbaus. Danach kann mit einer detaillierten Anleitung der Prüfvorgang schrittweise durchgeführt und kontrolliert werden. Der Prüfer erhält dabei präzise Angaben, wie die einzelnen Arbeitsschritte der Prüfung durchzuführen sind. Zur Veranschaulichung kann dabei auf interaktive Grafiken sowie Videos zurückgegriffen werden.

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Die Anwendung kann auf Desktop-PCs genutzt werden. Darüber hinaus wurde Sie als App für die Nutzung auf mobilen Endgeräten, wie Tablet-PCs und Smartphones optimiert. Somit kann z. B. ein Tablet problemlos zu den Prüfungsarbeiten mitgenommen und als Referenz hinzugezogen werden. Die App kann nicht nur als Nachschlagewerk genutzt werden, sondern auch als Vorbereitung für den theoretischen Unterricht.

Als weiteren Ausblick bietet sich eine ganze Bibliothek mit ähnlichen Themen an, die dann das entsprechende Personal schnell und bequem im Zugriff hat.

Für Sie geforscht …

knowledge@all

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In vielen Branchen sind das Wissen erfahrener Arbeitnehmer und deren intellektuelles Kapital entscheidende Faktoren für den Erfolg des Unternehmens und damit für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Im Forschungsvorhaben „knowledge@all – Kognitionsunterstützendes Lehr-Lern-System für den Generationen-übergreifenden Wissensaustausch in der Logistik“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), wird untersucht, wie komplexes Fach- und Erfahrungswissen von Erwerbstätigen „konserviert“ und zwischen den Generationen am Arbeitsplatz nutzbar gemacht werden kann.

Das im Rahmen des Programms „IKT 2020 – Mit 60+ mitten im Arbeitsleben – Assistierte Arbeitsplätze im demographischen Wandel“ angesiedelte Forschungsvorhaben zielt dabei exemplarisch auf Anwendungen in der Logistikbranche. Eine besondere Herausforderung in dieser Branche ist, dass hier viele Beschäftigte ohne formelle oder mit fachfremder Ausbildung arbeiten.

Das im Projekt zu entwickelnde System adressiert dabei verschiedene Problemfelder:

  • zwischen operativer und strategischer Logistik mangelt es häufig an Kommunikationswegen,
  • den in den Anforderungsniveaus sehr heterogenen Arbeitsplätzen stehen unterschiedliche Qualifikationsniveaus der Mitarbeiter gegenüber und
  • Zeitarbeit sowie kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse führen zu zusätzlichen Schwierigkeiten bei der Integration neuer Mitarbeiter.

Gleichzeitig fallen in der Logistik immer komplexere Arbeitsschritte an, die oft nur durch Erfahrungswissen langjähriger Mitarbeiter ausgeführt und optimiert werden können. Nicht selten verliert ein Unternehmen dieses Wissen, wenn Mitarbeiter aufgrund von Verrentung oder Arbeitsplatzwechsel aus dem Unternehmen ausscheiden. Um diesem Wissensverlust vorzubeugen, soll das Projekt knowledge@all den generationenübergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch befördern und helfen, eine praxisorientierte Wissensbasis für die Mitarbeiter aufzubauen. Unterschiedliche Kompetenzen und Erfahrungen werden für das Unternehmen und zum Nutzen aller dokumentiert und dauerhaft erhalten. Ziel des Projekts ist es, ein innovatives Lehr-Lern-System im Bereich der Logistik zu schaffen, das sowohl ältere Arbeitnehmer als auch jüngere oder neue Mitarbeiter durch gezielte Weitergabe impliziten Experten- und Prozesswissens unterstützt. Die Mitarbeiter haben dabei sowohl als Lernende als auch als Lehrende Zugriff auf das System.

Das Lehr-Lern-System setzt sich aus drei unterschiedlichen Komponenten zusammen, die in einem Prototyp integriert werden: einer Lehr-Lern-Plattform, einem Prozess-Tool-Kit und einem Touch-for-Information-System.

Die zu entwickelnde Lehr-Lern-Plattform hat die Funktion einer Wissensdatenbank und vernetzt die unterschiedlichen Akteure unabhängig von Arbeitsplatz und Standort. Die Beiträge einzelner Beschäftigter werden in eine Lehr-Lern-Plattform eingespeist, die der gesamten Belegschaft verfügbar gemacht wird und die Einbindung unterschiedlicher Medientypen und Informationskanäle erlaubt. Beschäftigte mit Büroarbeitsplätzen können die Plattform über ein zu entwickelndes Computer-Interface nutzen.

Das Prozess-Tool-Kit erlaubt es selbst Mitarbeitern ohne Programmierkenntnisse, Animationsvideos zu erstellen, die das relevante Prozesswissen direkt in die jeweilige logistische Umgebung einbetten und so den Zugang auch für wenig erfahrene Nutzer erleichtern.

Das Touch-for-Information-System umfasst zu entwickelnde Visualisierungs-Technologien (z. B. sensorgestützte Informationspunkte, Datenbrillen), die es ermöglichen, Lerninhalte soweit wie möglich in den Arbeitsprozess integriert abzurufen.

Verbundpartner des Forschungsvorhabens „knowledge@all“ sind die innosabi GmbH (Konsortialführer), die szenaris GmbH, die Kühne+Nagel AG & Co. KG, trilogIQa, der Verband bayme vbm, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und die Bayern Innovativ GmbH. Die szenaris GmbH ist insbesondere an der Entwicklung des Prozess-Tool-Kit beteiligt.

Ansprechpartner: Heike Kißner

Für Sie unterwegs …

1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr 11. Fernausbildungskongress

Networking pur

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In diesem Jahr fand der 11. Fernausbildungskongress der Bundeswehr statt, dieses Mal unter dem Namen „1. (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr“. Wirtschaft, Militär und Politik fanden sich an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg zusammen, um Trends, Entwicklungen und ausbildungsrelevante Themen zu diskutieren.

Wirklich Neues gab es dabei allerdings nicht. So überraschten weder die Aussteller noch die zahlreichen Key Note Speaker mit Novitäten. Sehr schade war, dass der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung Markus Grübel, der stellvertretend für die Ministerin sprach, keine neuen Erkenntnisse mitbrachte, auf die die zahlreichen Zuhörer gehofft hatten.

Schade war auch, dass der Kongress an Quantität einbüßte. Es kamen deutlich weniger Aussteller und wohl auch weniger Besucher als in den Vorjahren. Der Hype der Jahre 2008 bis 2010 ist vorbei, zumindest beim Kongress, auch wenn die einführenden Worte des Präsidenten der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr, Prof. Dr. Wilfried Seidel, ein anderes Bild vermitteln sollten.

Unser Stand war trotzdem stets gut besucht. Wir führten zahlreiche Gespräche mit Soldaten und Soldatinnen, die zukünftig in Positionen das Thema „Fernausbildung“ mehr pushen wollen, als es in der Vergangenheit der Fall war. Wir konnten Admiral Rainer Endres, der für die Weiterentwicklung und Ausbildung in der Marine zuständig ist, unsere 3D-Welten vorführen. Wir sprachen mit General Michael Traut, der für die Streitkräftegemeinsame Ausbildung im Kommando Streitkräftebasis zuständig ist, über die Veröffentlichung von bestehenden Lerninhalten über das Internet. Wir nahmen Kontakt zu anderen Ausstellern auf und diskutierten mit ihnen über Möglichkeiten und Wege, die Fernausbildung bei der Bundeswehr noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Unsere beiden Geschäftsführer Klaus Bock-Müller und Dr. Uwe Katzky konnten so ihrem Team von einem erfolgreichen Kongress berichten.

Was dem Kongress aber sichtlich fehlt, ist Internationalität. Zwar sind seit Jahren Österreich und die Schweiz vertreten und beleben den Kongress, aber andere Länder sind, wenn überhaupt, nur durch einzelne Personen vertreten. Hier besteht unseres Erachtens deutlicher Handlungsbedarf. Davon profitieren Besucher und Aussteller gleichermaßen.

Weitere Informationen:

Zentrum für technologiegestützte Bildung (ZtB)

Ansprechpartner: Dr. Uwe Katzky

Für Sie recherchiert …

Was macht eigentlich ein …? – … 2D Art Director

Schritt für Schritt zur fertigen Grafik

Ein Beruf, in dem Visionen Schritt für Schritt sichtbar werden.

Der Tätigkeitsbereich eines 2D Art Directors umfasst eine Vielzahl von Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Vereinfacht gesprochen, beschäftigen sich diese alle damit, Ideen und Visionen für die optische Gestaltung von Digital- und Printmedien zu entwickeln und auszuarbeiten.

Dies wird im Folgenden anhand der Entwicklung einer Lernsoftware exemplarisch illustriert: Während der Konzeptionsphase erarbeitet der 2D Art Director in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden, den Content-Verantwortlichen sowie der Projektleitung erste Entwürfe für die grafische Gestaltung. Je nach Vorgabe werden zur Ideenfindung die ersten Gedanken z. T. ganz klassisch mit Papier und Bleistift festgehalten. Diese ersten Entwürfe werden vom Art Director dann mit Hilfe eines Grafikprogramms zu einem elektronischen Abbild „geformt“. Aus diesen Entwürfen entwickelt der 2D Art Director anschließend eine Vorlage für die Benutzeroberfläche (englisch Graphical User Interface = GUI), die dann an die Software-Entwicklung weitergegeben wird, um sie zu programmieren.

Wenn das Layout der Benutzeroberfläche festgelegt wurde, geht es anschließend an die Erstellung der einzelnen grafischen Inhalte der Lernsoftware. In diesem Teil des Prozesses dient ein im Vorfeld erstelltes Drehbuch dem 2D Art Director als “Fahrplan“. Damit sich alle Ideen nahtlos in das Gesamtkonzept einfügen, müssen alle Grafiken einen identischen Stil aufweisen. Hierzu wird oftmals auf einen so genannten Styleguide zurückgegriffen. In diesem sind die wichtigsten Gestaltungsgrundlagen wie Schriftarten, Farbcodes usw. für das jeweilige Projekt verbindlich festgelegt. Sind die Grafiken erstellt, werden sie anschließend für das entsprechende Zielmedium ausgegeben und an den zuständigen Software-Entwickler weiter gereicht, damit sie in das fertige Lernprogramm integriert werden können.

Ein 2D Art Director steht ständig in engem Kontakt mit den Projektverantwortlichen, Entwicklern und Kunden. Neben gestalterischen Kenntnissen, Kreativität, ästhetischem Gespür und der Fähigkeit zum konzeptionellen Denken, erfordert der Beruf daher vor allem Teamfähigkeit sowie organisatorische und kommunikative Kompetenzen. Letzteres ist auch deswegen von besonderer Bedeutung, da sich ein 2D Art Director jedes Mal erneut in die Lebenswelt des jeweiligen Kunden einfühlen muss, um dessen Wünsche zur vollsten Zufriedenheit gestalten zu können.

Eines ist dabei stets gewiss: Egal, ob bei der Erstellung von Grafiken, der Bildbearbeitung, der Gestaltung von Werbemitteln, dem Entwurf eines Internetauftritts oder gar einer kompletten Benutzeroberfläche für ein Lernprogramm – präzises Arbeiten ist ein absolutes Muss für einen Art Director.

Ansprechpartner: Stefanie Haack

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